Waldorfschule Wien, Mauer – dietrich + lang

Der Entwurf legt großes Augenmerk auf die städtebauliche Einpassung des neuen Schulbaus. Der Bauplatz bildet den Übergang von einer geschlossenen Bebauung zu großteils einzeln stehenden Gebäuden. Der freistehende Baukörper nimmt westseitig durch das große Vordach über dem Eingangsbereich den Anschluss an die geschlossene Bebauung auf, der Sprung in der Gebäudehöhe wirkt selbstverständlich. Das straßenseitig angeschrägte Dach bildet eine geneigte Dachkante, die dem Gefälle des Geländes folgt. Ost- und südseitig öffnet sich der Baukörper zum Garten mit Loggien und Wintergärten.

Das kompakte Gebäude beherbergt vier Grundschulklassen, eine Kindergartengruppe und den Hort. Außerdem sind Räume für Musik, Werken und Sport, die Küche und der Speisesaal zur Mitnutzung der Bestandsschule sowie ein Bioladen untergebracht. Es ist auf 5 Ebenen – 2 überirdischen, 2 unterirdischen und einer im Hang – um eine großzügige Aula organisiert. Die Klassen sind nach Süden bzw. Osten orientiert und haben eine Loggienzone vorgelagert: einerseits als Sonnenschutz durch das Vordach und eine rankende Bepflanzung, andererseits durch großflächige Glasschiebetüren als Erweiterung und Verbindung der Klassenräume mit dem Garten geeignet.